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Kategorie: Gesellschaft

Soester Kaufleute zeigen ein Herz für Kinder

Kinderschutzbund und VSW bieten Schutzinsel
Kinder finden Schutz bei Geschäften in der Innenstadt
„Oft reicht schon ein Tempotuch und ein Telefonat“

Mit dem Projekt Schutzinsel stellen der Verein Soester Wirtschaft und der Deutsche Kinderschutzbund im Kreis Soest e.V. ein neues Projekt vor. Unter dem Label "Schutzinsel" bieten alle an dem Projekt beteiligten Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Gewerbetreibende – vornehmlich in der Soester Innenstadt und den Ortsteilen – all jenen Kindern eine erste Schutz- und Ansprechstation, die akut in Not geraten sind. Alle Läden und Geschäfte, Fenster und Schaufenster, die das Schutzinsel-Zeichen angebracht haben, signalisieren Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher“. Die Schutzinsel schafft für Kinder, die sich bedroht fühlen und die Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort, an dem ihnen geholfen wird. Auch die kleinen Wehwehchen werden bei den Notinsel-Partnern ernst genommen.


Dies können Schulprobleme, verlorene Geldbörsen oder auch Angst vor Verfolgung sein; gerade jüngere Kinder werden mitunter von älteren Schülern gemobbt oder bedroht. Die „Schutzinseln“ dienen hier als Anlaufpunkt.


Auf die beteiligten Firmen kommen keine wesentlichen Belastungen zu. Sie müssen lediglich das Logo an die Scheibe bzw. Eingangstür kleben und ihr Personal entsprechend informieren. Der Kinderschutzbund hat hierzu einen Infozettel entwickelt, auf dem alle wesentlichen Aspekte festgehalten sind. Hans Meyer, 1. Vors. des Kinderschutzbundes: „Oft reicht zunächst mal ein Tempotaschentuch, ein Glas Wasser und dann der vermittelnde Anruf bei den Eltern oder auch bei Schule oder Jugendamt.“


Der Verein Soester Wirtschaft hat sich an der Produktion der 1000 Aufkleber finanziell beteiligt. Vorsitzender Reinhold J. Lehde: „Man kann hier mit wenig Aufwand Gutes für die Kinder und für die Stadt Soest tun und natürlich auch Imagepflege für das eigene Geschäft betreiben. Wir würden uns freuen, wenn der Kinderschutzbund das Projekt nach dem Soester Vorbild auch in Lippstadt, Warstein und anderen Kommunen im Kreis Soest etablieren könnte.“

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