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Kategorie: Gesellschaft

Pakistan – Wiederaufbau nimmt Formen an –

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Pakistan geht der Wiederaufbau in den Landkreisen Chikar und Salmiah zügig voran. In 16 Dörfern wurden eine neue Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen aufgebaut. Damit haben rund 17.000 Menschen wieder sauberes Trinkwasser.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft nun außerdem bei der Vorbereitung auf den kommenden Winter. In den zerstörten Bergdörfern werden viele Erdbebenopfer in ihren Zelten überwintern müssen. Die Diakonie Katastrophenhilfe war nur wenige Tage nach dem Erdbeben in den Landkreisen Salmiah und Chikar aktiv. Dort verteilten die Helfer Zelte, Decken, Plastikplanen, Wellbleche, Öfen und Winterjacken.
„Die Soforthilfe war erfolgreich. Es ist uns gelungen, eine zweite Todeswelle durch Kälte und Hunger im Winter 2005/2006 zu verhindern“, bilanziert Sema Genel, Leiterin des Teams der Diakonie Katastrophenhilfe in Pakistan.

Von der Soforthilfe zum Wiederaufbau
Der Wiederaufbau begann im Frühjahr 2006. Der Schwerpunkt lag und liegt hierbei besonders auf der Wiederherstellung von Straßen, Brücken und Häusern. Bislang hat die Diakonie Katastrophenhilfe die Überlebenden des Erdbebens mit rund sieben Millionen Euro unterstützt, der Großteil davon sind private Spenden. Die Hilfe konzentriert sich vor allem auf Dörfer in den abgelegenen pakistanischen Landkreisen Chikar und Salmiah an der Grenze zu Indien. Dort wurden unter anderem 75 provisorische Schulen und 15 Gemeindezentren errichtet. Kinder erhielten Schulhefte und Bücher, in den Zentren finden Aus- und Weiterbildungskurse statt.

Gemeinsames Projekt mit ECHO
Im Rahmen eines Hilfsprogramms, das von der Generaldirektion für Humanitäre Hilfe der Europäischen Union (ECHO) gefördert wird, kümmert sich die Diakonie Katastrophenhilfe zudem besonders um Witwen, Waisen und ältere Menschen. Sie sind in einer besonders schweren Notlage: Frauen, die bei dem Erdbeben ihre Ehemänner verloren haben, erhalten weder Hilfen vom Staat noch von ihren Verwandten. Für 238 dieser Familien errichtet das Diakonie-Team erdbebenresistente Häuser.

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