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Kategorie: Gesellschaft

50.000 Mützen aus Deutschland in Afghanistan angekommen

"Ich freue mich sehr über das hübsche Mützchen für meine kleine Tochter und möchte mich ganz herzlich bei Save the Children und den Strickerinnen in Deutschland für dieses Geschenk bedanken," sagt Maryam und drückt ihr winziges Baby an sich. Die junge Frau aus Qarshigak, einem kleinen Ort im Norden Afghanistans, hat vor wenigen Tagen im lokalen Gesundheitszentrum entbunden. Das Krankenhaus ist eines von sechs Kliniken, in denen die Mützen aus Deutschland verteilt werden. Insgesamt 80 Kartons prallgfüllt mit 50.000 Mützen haben wir von Berlin nach Kabul geschickt. Dort nahm sie der zuständige Gesundheitsdirektor in Empfang.

Dank an die Strickerinnen in Deutschland

"Es ist ein wunderbares Geschenk, insbesondere für die vielen armen Mütter, die sich niemals eine Mütze für ihr Baby leisten könnten," sagt Dr. Bashir und öffnet einen der Kartons aus Deutschland. Jeden Monat kommen 271 Babys in den sechs Kliniken zur Welt. Ausgebildete Hebammen und Ärzte kümmern sich um die Mütter und ihre Babys. Sie klären über Ernährung, Hygiene und Impfungen auf. "Ich bin in die Klinik gekommen, um meinen Sohn impfen zu lassen. Die Schwester hat mir diese warme Mütze für ihn geschenkt. Ich freue mich sehr und danke den Strickerinnen und Save the Children in Deutschland", sagt Gul Bibi und zupft an dem rosaroten Wollmützchen. "Ich werde den Frauen in meinem Dorf davon erzählen und sie ermutigen, zur Geburt hierher ins Krankenhaus zu kommen."

KInderleben gemeinsam retten

Auch Sahida, eine junge Mutter aus Qarshigak ist begeistert von dem Geschenk aus Deutschland. "Ich habe mein viertes Kind zur Welt gebracht. Aber ich bin zum ersten Mal zur Geburt in die Klinik gegangen. Ich glaube, die Mützen sind nicht nur ein grosses Geschenk. Sie werden viele Schwangere ermuntern, zum Gebären ins Krankenhaus zu kommen", sagt sie. Dank unserer Gesundheitsprogramme konnten wir in den vergangenen Jahren die Säuglingssterblichkeitsrate in vielen Ländern Afrikas und Asiens senken. Trotz dieser Erfolge sind die Fakten weiterhin erschreckend. Afghanistan hat die dritthöchste Säuglingssterblichkeitsrate der Welt – von 1.000 Neugeborenen sterben 152 Babys in den ersten Lebenswochen. Damit sie überleben, brauchen wir auch weiterhin Ihre Hilfe! Für nur 30 Euro können wir fünf Babydecken kaufen, die Neugeborene zusätzlich warm halten. Ein Baby-Set mit Windeln und weiteren lebensnotwendigen Dingen, mit denen Mütter ihre Babys versorgen können, kostet 43 Euro.

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