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Kategorie: Gesellschaft

Nach 14 Jahren Bürgerkrieg wird Liberia endlich wieder aufgebaut.

In der Hauptstadt Monrovia gibt es seit dem Sommer 2006 in einigen Stadtvierteln wieder Strom und Trinkwasser aus Leitungen. Weniger erfreulich ist der Zustand des Gesundheitssystems: Der Staat ist auf diesem Gebiet noch nicht wirklich präsent. Die meisten Krankenhäuser und Gesundheitszentren werden weiterhin von Hilfsorganisationen betreut.

Ärzte ohne Grenzen ist landesweit aktiv. Da nach dem Ende der Kämpfe im Jahre 2003 viele Flüchtlinge und Vertriebene in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt sind, haben sich die Aktivitäten der medizinischen Hilfsorganisation verändert: Heute werden in erster Linie Projekte des städtischen Gesundheitswesens unterstützt. Darüber hinaus laufen Tuberkulose-, HIV/Aids- und Geburtshilfeprojekte sowie spezielle Programme für Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug):
In der Hauptstadt Monrovia betreut Ärzte ohne Grenzen ein 150-Betten-Krankenhaus im Viertel Mamba Point und leistet pädiatrische Dienste sowie Geburtshilfe in den Kliniken Island und Benson. In der Island-Klinik werden außerdem Kinder mit Tuberkulose behandelt. Darüber hinaus werden zwei Gesundheitszentren unterstützt, in denen monatlich rund 10.000 Konsultationen durchgeführt werden. In einem speziellen Gesundheitszentrum für Mütter und Kinder werden Frauen bei der Geburtsvorbereitung und Familienplanung beraten.
In Grand Bassa County und River Cess County, im Westen des Landes, unterstützt Ärzte ohne Grenzen mehrere Gesundheitszentren sowie ein Krankenhaus. Die Mitarbeiter bieten zudem den Opfern sexueller Gewalt medizinische und psychologische Hilfe an. Die Hälfte der Betroffenen, die von Ärzte ohne Grenzen behandelt werden, sind unter 18 Jahre alt. Daneben klären die Teams in Schulen, Kirchen, Moscheen und auf Marktplätzen über die Folgen dieser Gewalt auf und ermutigen die Menschen, sich Hilfe zu holen. In Grand Bassa County werden außerdem unterernährte Kinder behandelt.
In Saclepea, in Nimba County, befindet sich ein Lager für rund 1.000 Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste. In einem kleinen Krankenhaus neben dem Lager betreut Ärzte ohne Grenzen die Flüchtlinge. Besondere Schwerpunkte der Arbeit sind hier Familienplanung und die Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1990 in Liberia

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