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Kategorie: Gesellschaft

Ghana: Erfolg im Kampf gegen den Guineawurm

Ghana ist weltweit eins der Länder mit den meisten Erkrankungen durch den gefährlichen Guineawurm. Dieser Parasit lebt in stehenden Gewässern und verursacht sehr schmerzhafte Infektionen. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Kinder. Hauptursache ist der Mangel an sauberem Trinkwasser, der vor allem im Norden Ghanas herrscht. Im besonders betroffenen Distrikt Yendi unterstützt UNICEF den Bau von Brunnen, die die Familien mit sicherem Trinkwasser versorgen.

UNICEF klärt in den Dörfern über Hygiene auf. Die Dorfbewohner lernen, wie sie die Ausbreitung des Guineawurms stoppen können - beispielsweise mit einfachen Wasserfiltern.

1.Versorgung mit sauberem Trinkwasser
UNICEF setzt sich im Norden Ghanas für eine Verbesserung der Wasserversorgung ein. Der besonders schwer betroffene Ort Sang erhält eine einfache Wasserversorgung mit oberirdischen Reservoirs, Pumpen und Leitungen. Sie bringt sauberes Trinkwasser aus bestehenden Brunnen der Region bis nach Sang. In den umliegenden Dörfern hilft UNICEF, fünf neue Brunnen zu bauen und zehn nicht mehr funktionsfähige wieder instand zu setzen. 45 Dorfbewohner lernen in Schulungen, wie sie die neuen Anlagen warten und sauber halten. Die Trinkwasserbrunnen und Leitungssysteme schützen die Kinder nicht nur vor dem Guineawurm, sondern zugleich vor

Cholera, Typhus und anderen durch verschmutztes Wasser übertragenen Krankheiten.

2. Aufklärung über die Gefahr
UNICEF bildet in den vom Guineawurm betroffenen Dörfern zudem 250 Gesundheitshelfer, Lehrer sowie Freiwillige aus. Sie helfen mit, die Familien über den Schutz vor der Krankheit zu informieren sowie Erkrankungen zu erfassen und zu melden. Mit Unterstützung von UNICEF finden in den Dörfern Aufklärungsveranstaltungen statt - zum Beispiel im Rahmen von „Durbars“, traditionellen Dorfversammlungen, oder besonderen Aktionswochen. In acht Schulen werden Gesundheitsclubs eingerichtet, in denen die Schüler über Möglichkeiten zur Ausrottung des Guineawurms diskutieren. UNICEF stellt den Dorfbewohnern auch Guineawurm-Filter zur Verfügung: Einfache Röhrchen zum direkten Trinken sowie Filter aus Nylonstoff. Mit Hilfe dieses Stoffs können die Menschen Wasser für den Transport in Kanister filtern.

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