Im südlichen Senegal stattet UNICEF 150 Schulen mit je zwei Sanitärblöcken für Mädchen und Jungen aus. Jeder Sanitärblock besteht aus vier Toilettenkabinen. Allen Schülern stehen Waschbecken zum Händewaschen zur Verfügung. Zudem erhält jede Schule sauberes Trinkwasser: Auf dem Dorf werden Brunnen genutzt, die UNICEF mit Handpumpen ausrüstet. In städtischen Gebieten werden die Schulen an das kommunale Wasserleitungssystem angeschlossen. Etwa 50.000 Kinder profitieren von den neuen Einrichtungen.
UNICEF bezieht die Gemeinden intensiv mit ein: Unterstützt durch Schulungen führen örtliche Handwerker und Arbeiter die anfallenden Bau- und Installationsarbeiten aus. Eltern und Schüler helfen in Wasserkomitees mit, die Anlagen sauber und technisch in Ordnung zu halten.
Um das Hygieneverhalten nachhaltig zu verändern, müssen Kinder bereits in der Schule mehr über die Reinhaltung von Trinkwasser und Umwelt sowie über Krankheitsursachen erfahren. UNICEF setzt sich dafür ein, Wasser- und Gesundheitsthemen in die Lehrpläne aufzunehmen. Geplant sind zudem Gesundheitskomitees in den Schulen. Ihre Mitglieder – Schüler und Lehrer – vermitteln Hygiene und Sauberkeit praktisch: Sie halten die Schule und ihre Umgebung sauber, putzen die Toiletten, entsorgen Abfall und leeren Abwassergruben. Insgesamt soll der Unterricht lebensnäher werden. Deshalb behandeln die Lehrer auch Themen wie die Gleichberechtigung von Mädchen, gewaltfreie Konfliktlösung, den Schutz vor AIDS und die Kinderrechte. Schulungen bereiten die über 1.000 Lehrer der 150 Schulen auf diese neuen Anforderungen vor. Außerdem hilft UNICEF den Lehrern, auch in ihren eigenen Häusern Latrinen einzubauen, damit sie Vorbilder in Sachen Hygiene sein können.
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