In den Provinzstädten wie Gulu erhoffen die Kinder sich ein Mindestmaß an Schutz vor den Bewaffneten. Sie drängen sich auf den Straßen und in überfüllten Notunterkünften und warten auf den nächsten Morgen. UNICEF versorgt die Kinder mit Decken, sauberem Trinkwasser und Medikamenten und richtet einfache Übernachtungseinrichtungen ein.
UNICEF hilft, zusammen mit Partnerorganisationen einfache Übernachtungsmöglichkeiten einzurichten. UNICEF sorgt in den Zentren dafür, dass die Kinder sauberes Trinkwasser erhalten und medizinisch versorgt werden. Auch Schlafmatten, Decken und Wasserkanister werden verteilt. UNICEF hilft zudem, Latrinen und Waschgelegenheiten einzurichten. Zum Schutz vor Malaria werden die Einrichtungen regelmäßig mit Insektenschutz ausgesprüht.
Weil nicht alle Kinder in festen Gebäuden unterkommen können, stellt UNICEF auch große Zelte bereit. Dicht zusammengedrängt übernachten hier bis zu 300 Kinder auf 72 Quadratmetern. Mädchen und Jungen sowie ältere und jüngere Kinder haben jeweils eigene Schlafbereiche. Die Krankenhäuser der betroffenen Städte erhalten Erste-Hilfe-Sets und Medikamente, so dass sie die vielen zusätzlichen Kinder behandeln können.
Viele Kinder verbringen schon seit Monaten die Nacht ohne den Schutz ihrer Eltern. Sie sind verängstigt und brauchen seelischen Halt. UNICEF bildet Mitarbeiter der Übernachtungsstellen in psychosozialer Betreuung aus. Auch unter den Jugendlichen werden geeignete Helfer ausgewählt und geschult – sie unterstützen dann bei der Betreuung jüngerer Kinder. Zusammen mit lokalen Gruppen und kirchlichen Einrichtungen organisiert UNICEF abends Sport- und Bildungsangebote für die Kinder.
Fußballspielen oder gemeinsames Singen helfen den Kindern, ihre schwierige Situation für einige Stunden zu vergessen. Per Radio ruft UNICEF die Einwohner der betroffenen Städte und Dörfer auf, Verständnis für die Situation der Kinder zu haben und sie vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.
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