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Kategorie: Medizin & Gesundheit

Stammzellen-Depot für die Gesundheit im Alter

Stammzellen stehen im Rampenlicht der medizinischen Forschung. Es gibt embryonale und adulte Stammzellen, die gegen bislang als unheilbar geltende Krankheiten eingesetzt werden können. Nachteil der embryonalen Zellen, über die derzeit eine kontroverse ethische Dikussion geführt wird: Sie sind körperfremd und äußerst aktiv. Das bedeutet: Sie können nicht nur Abwehrreaktionen erzeugen, sondern auch Krebs.

Ganz anders die körpereigenen adulten Stammzellen, die beim Erwachsenen aus seinem eigenen Knochenmark oder im Idealfall beim Neugeborenen problemlos aus dem Blut der eigenen Nabelschnur gewonnen werden. Ohne Krebsrisiko! Dabei gilt: je jünger, desto besser. Denn umso größer sind die Möglichkeiten der eigenen Stammzellen, erfolgreich gegen Krankheiten eingesetzt zu werden, die erst im fortgeschrittenen Alter auftreten: Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Parkinson oder vielleicht sogar Alzheimer! Entweder entnimmt man Stammzellen und gibt sie gleich zur Behandlung des erkrankten Spenders oder friert sie bis zur Behandlung ein und lagert sie bei minus 196 Grad. Wichtig ist dabei, dass die Stammzellen vor der Anwendung oder dem Einfrieren auf ihre Vitalität untersucht, konzentriert und gereinigt werden. Dr. Sebastian Vreden, Laborleiter am Kölner XCell-Center: "Wir können so bei direkter Anwendung eine größere Menge Stammzellen in einem kleineren Volumen verabreichen bzw. sparen damit beim Einfrieren Platz und verhindern, dass einige Blut- und Plasma-Bestandteile beim Auftauen die Stammzellen schädigen."

Wer sichergehen will, dass sein Stammzellen-Depot korrekt behandelt wird, der sucht sich ein Institut, das vor dem Einfrieren einen CFU-Test (Colony Forming Units) durchführt und nach dem GMP-Standard (Good Manufacturing Practices) zertifiziert arbeitet. Schon heute ist es möglich, über siebzig Krankheiten mit Stammzellen Erfolg versprechend zu behandeln. Vielfach kann man nur das Fortschreiten einer Krankheit aufhalten. Aber selbst das ist für die Betroffenen, ihre Angehörigen und das gesamte Umfeld schon ein riesiger Gewinn an Lebensqualität.

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