Dort päppelten WWF-Mitarbeiter die beiden Tiere auf. Die Tiere befinden sich nun in einem Rehabilitationszentrum, in dem sie medizinisch versorgt werden. Wie der WWF Russland berichtet, ist die Geschichte kein Einzelfall: Wegen des plötzlichen Wintereinbruchs häufen sich im Moment die Begegnungen mit Tigern, die ihren Beutetieren (Rehe, Hirsche, Wildschweine) in die Nähe der Straßen folgen.
Dort können sich die Tiere trotz der anhaltenden extrem starken Schneefälle leichter fortbewegen. Eines der beiden völlig entkräfteten Tiere war auf offener Straße entlang gelaufen, bis es von einem Waldarbeiter gesichtet worden war. Er hüllte das Baby in eine Decke und brachte es zum WWF. Das andere Tier lag erschöpft auf einer anderen Straße und wurde gerade noch rechtzeitig von einem Lastwagenfahrer entdeckt.
Nach Ansicht der WWF-Experten sind die beiden Tiere offensichtlich Opfer des plötzlichen Wintereinbruchs und der extrem starken Schneefälle im russischen fernen Osten. Helene Kolb vom WWF Deutschland: "Wir vermuten, dass die Muttertiere ihre Babys auf der Suche nach Nahrung verlassen und nicht mehr wieder gefunden haben."
Es sei auch möglich, dass die Muttertiere verunglückt sind. Doch bislang habe man keine Spuren entdeckt, die darauf hindeuten. Beide Tigerbabys zeigten keine Scheu vor Menschen, sondern ließen sich zunächst bereitwillig von den WWF-Mitarbeitern füttern und auf den Arm nehmen.
Erst nachdem sich die Tiere gestärkt hatten, erwachten offensichtlich ihre Instinkte: Als ein Helfer die Käfigtüre schließen wollte, griff eines der beiden Tigerbabys diesen an. Wie der WWF Russland berichtet, kam jedoch niemand zu Schaden.
Wenn Sie nicht automatisch zu unserer Website weitergeleitet werden, dann klicken Sie bitte [HIER]