Das Mündungsgebiet umfasst ein einzigartiges Netzwerk eng miteinander verbundener Lebensräume und Ökosysteme: Röhrichte, schwimmende Inseln, Altarme und Seen, Auenwälder sowie extreme Trockenbiotope auf Dünen. Das Donau-Delta liegt im Schnittpunkt der europäischen Vogelzugstraße und bietet etwa 325 Vogelarten in großer Zahl Brut-, Rast- und Nahrungsplätze. So ist es beispielsweise Überwinterungsgebiet für die seltene Rothalsgans.
Es ist reich an verschiedenen Reiherarten, Löfflern, Seeadlern. Auch die meisten europäischen Süßwasserfischarten sind hier vertreten.
Bald mehr Wildnis an der Donau
600.000 Hektar Naturräume entlang Europas zweitgrößten Stroms – das entspricht etwa der halben Fläche Hessens – wurden und werden noch miteinander verknüpft: Schutzgebiete und Renaturierungsflächen von Auengebieten, die einst in Äcker, Weideland, Fischzuchtanlagen und Pappelkulturen umgewandelt worden waren.
Auslöser der Politiker-Einsicht: In einer Studie hatte der WWF nachgewiesen, dass über 80 Prozent der natürlichen Flussauen im Donau-Einzugsgebiet bereits zerstört sind. Jetzt werden im Donau-Delta mit WWF-Hilfe beispielhafte Gebiete wieder an den Süßwasser-Strom "angeschlossen".
Die Umweltminister von Rumänien, Moldawien und der Ukraine vereinbarten gleichzeitig zum 10. Geburtstag des Biosphärenreservates Donau-Delta dessen Erweiterung bis an die Pruthmündung sowie ein gemeinsames Management.
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