Mit neuer Anlage Stromverbrauch halbieren - Zeit und Ressourcen sparen
Hochtemperatursupraleiter sind ein Schlüssel zu mehr Energieeffizienz in der metallverarbeitenden Industrie. Bis zu hundertmal mehr Strom als ein vergleichbarer klassischer Kupferdraht können sie übertragen – und das nahezu verlustfrei. Das Potenzial dieser Technik haben die nordrhein-westfälischen Unternehmen Bültmann und Zenergy Power früh erkannt. Sie entwickelten mit finanzieller Hilfe der DBU einen Magnetheizer auf Basis der Supraleiter-Technologie. „Um Metallblöcke für die Weiterverarbeitung zu erhitzen, waren bislang große Mengen an Energie notwenig. Mit unserer Anlage lässt sich der Stromverbrauch halbieren“, sagt Dr. Carsten Bührer, Geschäftsführer von Zenergy Power. Das spare Zeit und Ressourcen. „Für Betriebe, die die klimaschonende Technik künftig nutzen, bieten sich zusätzlich auch wirtschaftliche Vorteile“, so Kampeter.
In Minden weltweit erstmaliger Einsatz - Produktion um 25 Prozent gesteigert
Bei dem Aluminiumstrangpresswerk weseralu kam der magnetische Blockheizer weltweit erstmalig in der industriellen Produktion zum Einsatz. Mit der Anlage werden beispielsweise Aluminiumprofile für den Fensterbau erhitzt und geformt. „Was vorher zweieinhalb Minuten gedauert hat, lässt sich nun in nur 75 Sekunden umsetzen“, betont Ostermeyer. „Dadurch konnten wir unsere Produktion um 25 Prozent steigern. Bis Ende des Jahres werden wir unseren Betrieb komplett auf die neue Technik umstellen.“
Kreative Köpfe hinter der Idee bereits mit Deutschem Umweltpreis ausgezeichnet
Nicht nur die Firma weseralu, auch die DBU war von der Entwicklung von Bültmann und Zenergy Power überzeugt und förderte die Innovation in den Jahren 2005 bis 2008 mit knapp 600.000 Euro. Vergangenes Jahr verlieh die Stiftung den kreativen Köpfen hinter der Idee, den Geschäftsführern von Bültmann und Zenergy Power, Petra Bültmann-Steffin und Dr. Carsten Bührer, ihren Deutschen Umweltpreis 2009. Grimm: „Für die Supraleiter-Technologie bestehen in der Energietechnik zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. In Zeiten, in denen Klimaschutz und Energieeffizienz dringlicher sind denn je, stellen sie eine zukunftsträchtige Lösung dar.“
Foto: © DBU
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