Verschiedene Veranstalter im Projekt willkommen
„Mit dem Projekt senden wir einen Impuls in andere Regionen Deutschlands, bei der Organisation von Veranstaltungen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu koordinieren“, erklärt Brickwedde. Als erste Institutionen im Raum Osnabrück beteiligen sich die OsnabrückHalle, das Steigenberger Hotel Remarque, das Museum am Schölerberg mit dem Tagungszentrum „unter.Bau“, die Lagerhalle – Kultur & Kommunikation, das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU sowie das van der Valk Hotel Melle-Osnabrück. „Unser Ziel ist, einen umfassenden Pool an Anbietern für ‚grüne’ Tagungen zu schaffen“, sagt Mix. Weitere Einrichtungen seien willkommen. „Um verschiedene Rahmen- und Ausgangsbedingungen testen zu können, planen wir, Teilnehmer vom Veranstaltungshaus bis zum Messebauer in das Projekt einzubinden“, so Mix.
Wichtig ist umfassendes Gesamtkonzept
Die Schritte auf dem „grünen“ Weg zur umweltfreundlichen Veranstaltung sind vielfältig: Weniger Energie und Wasser verbrauchen, Abfälle minimieren und Papier einsparen – für Brickwedde sind das erste wichtige Maßnahmen. Die Anreise der Tagungsteilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu organisieren und bei der Verpflegung auf nachhaltige und fair gehandelte Produkte zu setzen, seien weitere effektive Ansätze. „Entsprechen die Räumlichkeiten dann noch neusten energetischen Standards, lässt sich das Klima erheblich schonen“, erklärt der DBU-Generalsekretär. „Wichtig ist ein umfassendes Gesamtkonzept“, weiß Dr. Markus Große Ophoff, fachlicher Leiter des ZUK. Das Tagungszentrum der DBU setzt das bereits erfolgreich um und ist dafür im April dieses Jahres vom Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) mit dem Sonderpreis des „EVVC-Award“ ausgezeichnet worden. Es stehe beispielhaft für eine hervorragende Ökobilanz bei einem gleichzeitig günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Nach erster Analyse Entwicklung von individuellen Stufenplänen
Um künftig einheitliche Mindeststandards für die Osnabrücker Veranstaltungszentren verabschieden zu können, soll im Rahmen des Projekts zunächst die Ausgangssituation der beteiligten Einrichtungen analysiert werden. Daraufhin würden individuelle Stufenpläne entwickelt, um die Maßnahmen in der Praxis zu verwirklichen. Regelmäßige Schulungen des Personals und Treffen mit Experten ergänzten das auf zwei Jahre angelegte Programm, erklärt Mix.
Projektergebnisse über europäischen Dachverband EVVC verbreiten
„Durch ‚grünes Tagen’ wird nicht nur die Umwelt entlastet. Energie und Ressourcen sparsam zu nutzen, heißt auch weniger dafür zu zahlen“, hebt Brickwedde den wirtschaftlichen Aspekt hervor. Damit Veranstaltungen künftig verstärkt nach Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien organisiert werden, sollen die Ergebnisse nach Abschluss des Projekts dokumentiert und über den europäischen Dachverband EVVC verbreitet werden. Brickwedde: „Wenn die im Veranstaltungsbereich tätigen Dienstleister durch gemeinsames Handeln und Kommunizieren den Kohlendioxid-Ausstoß um nur insgesamt zehn Prozent verringern, lassen sich damit bundesweit schätzungsweise rund 500.000 Tonnen CO2 einsparen.“ Das entspricht dem jährlichen CO2-Verbrauch von ungefähr 45.000 Bundesbürgern.
Foto: © DBU.de
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