Langfristige Kooperation zwischen Umweltverband und Schulen geplant
„Die Besonderheit des Projektes liegt in der langfristigen und partnerschaftlichen Kooperation von LBV und den beteiligten Schulen“, erläuterte Wintersberger. Neu sei auch die Einbindung und Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) in Benediktbeuern. Im Projektnetzwerk haben sich die Primarstufen der Volksschulen Dietramszell, Bad Heilbrunn, Königsdorf, Egling und der Jahn-Volksschule Bad Tölz zusammengeschlossen. An einer der Schulen wird das Konzept für die Klassen fünf bis sieben in Ganztagsschulen erarbeitet. Mit den Rektoren und Lehrerkollegien der Schulen würden geeignete Pläne entwickelt, um Theorie und Praxis für die Schüler optimal zu verknüpfen, so Wintersberger. Dafür solle jeweils zum Schuljahresbeginn eine Konferenz pro Schule stattfinden, die auch die Anschlussfähigkeit an den offiziellen Lehrplan sicherstelle, aber auch auf schulspezifische Besonderheiten eingehe. Ein erster Probedurchlauf sei bereits erfolgreich durchgeführt worden.
indrücke sollen fächerübergreifend verarbeitet werden
In den dritten und vierten Klassen sollen für die Lehrplanthemen „Waldökosysteme“ und „Wasser“ jeweils mindestens drei Lernmodule angeboten werden, darunter zum Beispiel „Wald als Lebensraum“ oder „Lebensraum Fließgewässer“. Ergänzt werden die Lernmodule mit regionalen Schwerpunkten. Im lokalen Umfeld der Schulen soll beispielsweise mit Landwirten, Jägern, Fischern oder Naturschützern zusammengearbeitet werden. „Die Exkursionserlebnisse sollen aber nicht nur im Sachunterricht behandelt werden. Wir streben an, dass die gewonnenen Eindrücke auch fächerübergreifend im Werk-, Kunst- und Deutschunterricht bearbeitet werden“, erklärte Wintersberger. Die Projektergebnisse sollen gemeinsam von Kindern, Lehrern und Eltern festgehalten und in Ausstellungen in Schulen oder den lokalen Gemeindeverwaltungen gezeigt werden.
Fachtagung soll Ergebnisse landesweit verbreiten
Nach Abschluss des Projektes sei laut Wintersberger dann eine Fachtagung in Kooperation mit dem ZUK Benediktbeuern geplant. Die lokalen Ergebnisse dieses Modellvorhabens sollen so einem breiteren Fachpublikum zugänglich gemacht werden, um die Grundlage für eine landesweite Verbreitung des Konzeptes zu schaffen.
Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 28029): Walter Wintersberger, Telefon 08171/27303, Telefax: 08171/649120.
Foto: © Kathrin Lichtenauer / DBU
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