Neue Mitarbeiter einstellen
Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich weiterhin positiv. Vor allem Investitionsgüterhersteller wie Autokonzerne oder Maschinenbauer sowie Vorleistungsgüterproduzenten wie Chemiefirmen stocken ihre Belegschaften im erheblichen Umfang auf. Bei Konsumgüterproduzenten stagnierte die Beschäftigung.
Auftragsflut im deutschen Maschinenbau geht weiter
Besonders gut läuft es derzeit für die deutschen Maschinenbauer. Im Juni seien die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 62 Prozent gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Damit sei das Wachstum noch etwas größer als im Mai gewesen. Erfreulich sei, dass auch die Bestellungen aus dem Inland mit einem Plus von 67 Prozent deutlich angezogen hätten. Bei den Auslandsbestellungen habe das Plus 62 Prozent betragen.
Im vergangenen Jahr waren die Geschäfte der exportorientierten Branche eingebrochen. Der Juni war einer der schlechtesten Monate des vergangenen Jahres. Die Auslastung der Hersteller liege jedoch inzwischen wieder bei 83 Prozent nach dem Tiefpunkt von 69 Prozent in 2009, so der VDMA. Der Verband bekräftigte seine jüngst angehobene Prognose, wonach das Produktionsvolumen in diesem Jahr um drei Prozent zulegen wird.
Deutschland führend
Mit Abstand führend war dabei die Industrie in Deutschland, wo die Produktion kräftig gesteigert wurde. Auch in Italien und Spanien zog das Wachstum erneut an. In Frankreich, den Niederlanden, Irland und Österreich fiel das Plus bei der Produktion dagegen geringer aus. Griechenlands Firmen stellten als einzige in der Euro-Zone weniger als im Vormonat her.
Das Plus bei der Beschäftigung war auf Deutschland, die Niederlande und Italien beschränkt; In Spanien und Irland gingen immerhin weniger Jobs verloren als im Vormonat. In Frankreich und Griechenland wurden dagegen mehr Arbeiter entlassen. Der ungleiche Aufschwung dürfte sich über den Arbeitsmarkt auf den privaten Konsum auswirken. Für die zweite Jahreshälfte wird allerdings ein langsameres Wachstumstempo vorhergesagt. (Fischer-Partner.ORG / N. Staub)
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