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Kategorie: Umwelt

Deutsche Industrie mit Zuwächsen

Deutschlands Industrie ist mit Schwung ins Sommerquartal gestartet. Deutsche Firmen steigerten ihre Produktion im Juli stark, wie eine Umfrage unter 500 Einkaufsmanagern ergab. Insbesondere bei Vorleistungs- und Investitionsgüterherstellern waren robuste Zuwächse zu verzeichnen. Experten gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Frühjahrsquartal bis Juni deutlich an Schwung gewonnen hat, manche Volkswirte halten sogar ein Wachstum von anderthalb Prozent für möglich. Die Firmen stockten auch ihre Belegschaften so stark auf wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Ein Wermutstropfen kam jedoch vom Export: die gedämpfte Nachfrage nach Produkten „Made in Germany“ aus der Euro-Zone und der schwächere Welthandel führten zum geringsten Export-Auftragsplus seit fünf Monaten.

Neue Mitarbeiter einstellen

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich weiterhin positiv. Vor allem Investitionsgüterhersteller wie Autokonzerne oder Maschinenbauer sowie Vorleistungsgüterproduzenten wie Chemiefirmen stocken ihre Belegschaften im erheblichen Umfang auf. Bei Konsumgüterproduzenten stagnierte die Beschäftigung.

Auftragsflut im deutschen Maschinenbau geht weiter

Besonders gut läuft es derzeit für die deutschen Maschinenbauer. Im Juni seien die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 62 Prozent gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Damit sei das Wachstum noch etwas größer als im Mai gewesen. Erfreulich sei, dass auch die Bestellungen aus dem Inland mit einem Plus von 67 Prozent deutlich angezogen hätten. Bei den Auslandsbestellungen habe das Plus 62 Prozent betragen.

Im vergangenen Jahr waren die Geschäfte der exportorientierten Branche eingebrochen. Der Juni war einer der schlechtesten Monate des vergangenen Jahres. Die Auslastung der Hersteller liege jedoch inzwischen wieder bei 83 Prozent nach dem Tiefpunkt von 69 Prozent in 2009, so der VDMA. Der Verband bekräftigte seine jüngst angehobene Prognose, wonach das Produktionsvolumen in diesem Jahr um drei Prozent zulegen wird.

Deutschland führend

Mit Abstand führend war dabei die Industrie in Deutschland, wo die Produktion kräftig gesteigert wurde. Auch in Italien und Spanien zog das Wachstum erneut an. In Frankreich, den Niederlanden, Irland und Österreich fiel das Plus bei der Produktion dagegen geringer aus. Griechenlands Firmen stellten als einzige in der Euro-Zone weniger als im Vormonat her.

Das Plus bei der Beschäftigung war auf Deutschland, die Niederlande und Italien beschränkt; In Spanien und Irland gingen immerhin weniger Jobs verloren als im Vormonat. In Frankreich und Griechenland wurden dagegen mehr Arbeiter entlassen. Der ungleiche Aufschwung dürfte sich über den Arbeitsmarkt auf den privaten Konsum auswirken. Für die zweite Jahreshälfte wird allerdings ein langsameres Wachstumstempo vorhergesagt. (Fischer-Partner.ORG / N. Staub)

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